Kinderpsychotherapie
Die Entwicklung von Kindern verläuft recht unterschiedlich. Schwierige Phasen sind ganz normal und gehören beinah immer dazu. Als Eltern kann es jedoch sehr verunsichern, wenn sich das eigene Kind auf einmal merkwürdig verhält oder Auffälligkeiten in der Entwicklung zeigt.
In der psychotherapeutischen Sprechstunde und den probotorischen Sitzungen kann geklärt werden, ob eine Kinderpsychotherapie zur Problemlösung beitragen kann oder andere Hilfen, Förderungen und Unterstützungen sinnvoll sind. Diese Sitzungen dienen auch der Untersuchung und Diagnostik. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen persönlichen Ersttermin in meiner Praxis im Nordend Frankfurt am Main – oder online.
Methoden der Kinderpsychologie
Mit den Methoden der Psychotherapie und Kinderpsychologie können Kinder gut behandelt werden, die an psychischen Störungen, Neurosen, Entwicklungs- oder Verhaltensstörungen leiden. Die angewandten Behandlungsverfahren sind wissenschaftlich anerkannt. Abhängig vom Alter und psychologischen Entwicklungsstand des Kindes wende ich in der tiefenpsychologischen Psychotherapie (Spieltherapie) auch Verfahren der Musik-, Kunst-, Körper- und kognitive Verhaltenstherapien sowie der systemischen Therapie an.
Hilfe für Eltern und Bezugspersonen
Die Kinderpsychotherapie beinhaltet auch Bezugspersonensitzungen, in denen verschiedene Formen der Unterstützung möglich sind. Diese Sitzungen werden sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen als auch von privaten Krankenversicherungen übernommen. Eltern haben dabei regelmäßig die Gelegenheit, Anliegen, Schwierigkeiten und Probleme mit einem Psychotherapeuten zu besprechen. In diesem Rahmen können gemeinsam Ursachen erforscht sowie Strategien und Lösungen entwickelt werden.
Je nach Bedarf ist es auch möglich, weitere Familienmitglieder oder andere Bezugspersonen in die Gespräche einzubeziehen. Dabei werden sowohl kinderpsychologische und psychodynamische Aspekte als auch die soziale Situation der Familie, der Schule und des weiteren Umfeldes berücksichtigt. Die grundsätzliche Schweigepflicht bleibt dabei selbstverständlich gewahrt.
Außerhalb der regulären Psychotherapie besteht für Sie als Eltern außerdem die Möglichkeit, ein Elterncoaching in Anspruch zu nehmen.
Ab welchem Alter
In meiner Praxis behandle ich Kinder ab dem 5. Lebensjahr. Ab dem 14. Lebensjahr gelten sie bei den Krankenkassen und Krankenversicherungen als Jugendliche. Dann erhalten sie eine Jugendtherapie, für die etwas andere Anorderungen und Rahmenbedingungen gelten.
Psychischen Erkrankungen und Störungen bei Kindern
Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass seelisch bedingte Erkrankungen durch ungelöste innere Konflikte entstehen – diese können sowohl bewusst als auch unbewusst sein. Die Symptome gelten häufig als Ausdruck seelischer Not und zugleich als missglückte Versuche der Selbstheilung. Kinderpsychologen erkennen bei seelischen und psychosomatischen Störungen oft auch entwicklungsbedingte Hemmungen, die sich krankheitsverstärkend auswirken können.
Ziel einer Spieltherapie ist es, diese zugrunde liegenden Konflikte zu erkennen, aufzuarbeiten und zu lösen – sodass die Symptome im weiteren Verlauf überflüssig werden.
Das Behandlungsspektrum umfasst sämtliche psychischen Störungen, Erkrankungen und psychologischen Belastungen.
Häufige und typische Diagnosen im Kindesalter
- Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) oder Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
- Ängste und Angststörungen: Trennungsangst oder Verlustängste
- Generalisierte Angststörung
- Panikattacke
- Familiäre Probleme wegen Scheidung, Trennung und Verlust
- Depressionen und Traurigkeit
- Emotionale Störungen: Stimmungsschwankungen oder geringer Selbstwert.
- Schulische Schwierigkeiten
- Störung des Sozialverhaltens
- Stress: Emotionaler Stress und Stressfolgen
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Psychosomatische Störungen: Asthma oder Neurodermitis
- Somatisierungen: Schmerzen ohne medizinischen Befund wie z.B.: Kopf- oder Bauchschmerzen bei Stress
Dauer einer Kinderpsychoherapie
Die psychotherapeutischen Sitzungen dauern in der Einzelpsychotherapie 50 Minuten und die Sitzungen einer Gruppenpsychotherapie 100 Minuten. Sie sollten regelmäßig zu festen Zeiten und festen Tagen ein- bis zweimal in der Woche stattfinden. Eine Behandlung kann zwischen drei Monaten und mehreren Jahren dauern, bei bis zu 150 Sitzungen. Die Dauer der Behandlung ist von vielen Faktoren abhängig.
Kosten und Kostenübernahme
Die Kosten für eine Kinderpsychotherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch mit privaten Krankenversicherungen ist eine Abrechnung – wie in einer Privatpraxis üblich – möglich. Der Umfang und die Höhe der Kostenerstattung richten sich dabei nach den individuellen Vertragsbedingungen. Ähnliches gilt für Beihilfeberechtigte. Es ist daher sinnvoll, die Kostenübernahme im Vorfeld abzuklären.
Kinderpsychologe in der Nähe ...
Um den zeitlichen Aufwand, die Fahrtkosten und die „nervliche Belastung“ für Sie als Eltern im Rahmen zu halten, ist es sinnvoll, einen Kinderpsychologen in Wohnortnähe zu suchen. Optimalerweise finden Sie eine Praxis in Frankfurt oder reisen aus der näheren Umgebung an. Nur so lässt sich auf Dauer auch eine Langzeittherapie realisieren.
Alternativen
Bei Krisen und Notfällen, die zu Hause nicht mehr handhabbar sind, bietet die Klinik Kinder- und Jugendpsychiatrie der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowohl stationäre Behandlungsplätze als auch Plätze in der Tagesklinik an.
Selbst Medikamente können eine Behandlungsalternative und Ergänzung darstellen, sollten jedoch kritisch betrachtet werden und keinesfalls eine Dauerlösung sein. Ihre Anwendung ist stets mit körperlichen und seelischen Risiken sowie Nebenwirkungen verbunden.