Was ist eine probatorische Sitzung?

Die probatorische Sitzung ist ein wichtiger Bestandteil des psychotherapeutischen Prozesses und dient dazu, den ersten Kontakt zwischen Patientin und PsychotherapeutIn herzustellen. In diesem Dokument möchte ich erklären, was eine probatorische Sitzung in der Psychotherapie ist und warum sie von großer Bedeutung ist.

Kinderpsychologe und Kinder-und-jugendlichenpsychotherapeutVerfasst von
Tobias Szuwart – Psychotherapeut

Approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, tiefenpsychologisch fundiert & Gruppentherapeut

Jugendpsychologe therapiert in der Praxis eine Patientin
Erstgespräche sind
persönlich und online möglich

Ziele der probatorischen Sitzung

Kennenlernen: In der probatorischen Sitzung können Patientin und Therapeutin einen ersten Eindruck voneinander gewinnen. Es ist wichtig, eine Vertrauensbasis zu schaffen und zu prüfen, ob die „Chemie“ zwischen beiden stimmt.

Probleme und Ziele klären: Patientin und Therapeutin besprechen die Gründe, warum die Therapie in Anspruch genommen wird. Welche Probleme liegen vor? Welche Ziele sollen in der Therapie erreicht werden?

Rahmenbedingungen festlegen: In der probatorischen Sitzung werden auch organisatorische Fragen geklärt, wie beispielsweise die Häufigkeit der Sitzungen, die Dauer der Therapie, Kosten und Abrechnungsmöglichkeiten.

Informationsaustausch: Der Therapeut informiert den Patienten über seinen therapeutischen Ansatz, die Methoden, die in der Therapie angewandt werden, und über den Datenschutz.

Entscheidung treffen: Am Ende der probatorischen Sitzung wird gemeinsam entschieden, ob eine psychotherapeutische Behandlung begonnen wird. Wenn ja, wird ein Behandlungsvertrag abgeschlossen.

Wichtige Aspekte der probatorischen Sitzung:

Freiwilligkeit: Die Teilnahme an der probatorischen Sitzung erfolgt auf freiwilliger Basis. Weder Patientin noch Therapeutin sind verpflichtet, die Therapie fortzusetzen, wenn sie dies nicht möchten.

Vertraulichkeit: Alle Informationen, die in der probatorischen Sitzung ausgetauscht werden, unterliegen der Schweigepflicht des Therapeuten.

Dauer: Die probatorische Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Dies ermöglicht ausreichend Zeit, um die genannten Ziele zu erreichen.

Kosten: Die Kosten für die probatorische Sitzung können je nach Land, Versicherung und Therapeut variieren. Es ist wichtig, diese Fragen vorab zu klären.

Fazit:

Die probatorische Sitzung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen psychotherapeutischen Behandlung. Sie ermöglicht es Patientin und Therapeutin, sich gegenseitig kennenzulernen, die Probleme und Ziele zu klären und die Rahmenbedingungen festzulegen. Diese Sitzung ist von großer Bedeutung, da sie die Grundlage für eine vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit in der Therapie schafft.